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Der Norsk Lundehund

RASSEBESCHREIBUNG
RASSESTANDARD
 

RASSEBESCHREIBUNG

Ein absoluter Spezialist unter den nordischen Jagdhunden ist der Lundehund, der ausschließlich zur Jagd auf die in Erdhöhlen und -gängen lebenden Lunde (Alkvögel) Verwendung fand.

Die Anpassung des Lundehundes an seine Aufgabe geht so weit, daß er einmalige körperliche Fähigkeiten und Veränderungen entwickelte. Beispielsweise hat er die Fähigkeit, den Kopf bis auf den Rücken zurückbiegen und die Vorderläufe im 90-Grad-Winkel abspreizen zu können. Beides befähigt ihn, in einer engen Erdröhre mit dem gegriffenen Vogel umzukehren. Außerdem besitzt dieser Hund an jeder Pfote sechs Zehen, die ihm im Felsgeröll und auf den Klippen einen besseren Halt geben. Der kleine, zierliche Lundehund ist ein sehr leistungsfähiger, arbeitsfreudiger Jagdhund, der stundenlang Vogel um Vogel aus den Erdhöhlen apportiert.

Die Widerristhöhe bei dieser Rasse beträgt bei den Rüden 35-38cm, bei Hündinnen 32-34 cm. Der geschmeidige, leicht gebaute Körper ist rechteckig, die Läufe und Pfoten leistungsfähig. Der keilförmige Kopf hat einen mittellangen, trockenen Fang, leicht schräg gestellte, recht helle Augen und spitze, dreiekkige Ohren. Der Lundehund trägt einen aus feiner Unterwolle und harten Grannen bestehenden Doppelmantel, die Farbe ist meist rotbraun mit weißen Abzeichen.

Trotz der weitgehenden Anpassung an seine ursprüngliche Aufgabe ist der etwas eigenwillige Lundehund durchaus als lebhafter, fröhlicher und menschenfreundlicher Begleithund auf ausgedehnten Wanderungen zu empfehlen.



 
RASSESTANDARD

Ursprung: Norwegen

Verwendung: Seine anatomischen Besonderheiten prädestinieren diesen Hund zur Jagd auf Papageitaucher auf den steilen Felsen am Rande der Fjords und am Meer.

Allgemeines Erscheinungsbild: Der Norwegische Lundehund ist ein rechteckiger Spitzhund, klein, geschmeidig, relativ leicht, mit deutlichem Geschlechtsgepräge.

Verhalten/Charakter (Wesen): Aufmerksam, energisch, lebhaft.

Kopf: Trocken, von mittlerer Breite, keilförmig.

Oberkopf:

Schädel: Leicht gewölbt. Augenbrauenbogen vorstehend.

Stop: Deutlich, aber nicht zu ausgeprägt.

Gesichtsschädel:

Fang: Keilförmig, von mittlerer Länge, Nasenrücken leicht konvex.

Kiefer/Zähne: Vorzugsweise Scherengebiss. Zangengebiss und mäßiger Vorbiss sind zulässig. Das beidseitige Fehlen von Prämolaren in beiden Kiefern ist erlaubt.

Augen: Leicht schräg gestellt, nicht vorstehend, Die Iris ist gelblich-braun. Die Augenpupille ist von einem dunklen Ring umgeben.

Ohren: Dreieckige Ohren von mittlerer Größe, breit an der Basis, aufrecht getragen, lebhaft beweglich. Sie haben die besondere Eigenheit, dass der Ohrknorpel zusammengezogen und das äußere Ohr in besonderer Weise zusammengefaltet und verdreht werden kann (nach rückwärts oder rechtwinklig aufwärts), so dass der Gehörgang verschlossen wird.

Hals: Trocken. Von mittlerer Länge, relativ kräftig und mit einem ziemlich reichen Kragen versehen.

Körper: Rechteckig.

Obere Profillinie: Gerade.

Rücken: Kräftig.

Kruppe: Schwach abfallend.

Brust: Brustkorb langgezogen, von mittlerer Breite, verhältnismäßig tief und geräumig, nicht fassförmig.

Bauch: Leicht aufgezogen.

Gliedmaßen:

Vorderhand:

Allgemeines: Mäßig gewinkelt.

Unterarm: Gerade.

Vorderpfoten: Ovale, leicht nach auswärts gedrehte Pfoten mit mindestens sechs Zehen, wovon fünf effektiv auftreten, also den Hund abstützen sollen. Acht Ballen an jeder Pfote. Anatomisch besteht der Daumenkomlex aus einer zusammengewachsenen dreiteiligen und einer zweiteiligen Zehe mit dazugehörendem Sehnen- und Muskelapparat. Er verleiht der Pfote ein sehr kräftiges Aussehen.

Hinterhand:

Allgemeines: Die Stellung der Hinterläufe ist etwas eng.

Oberschenkel: Kräftig und muskulös.

Knie: Mäßig gewinkelt.

Unterschenkel: Kräftig und muskulös.

Hinterpfoten: Ovale, leicht nach auswärts gedrehte Pfoten mit mindestens sechs Zehen, wovon vier effektiv auftreten, also den Hund abstützen sollen. Sieben Fußballen, an jeder Pfote. Der mittlere Ballen, der größte, ist mit den zwei inneren Ballen zusammengewachsen. Wenn der Hund normal auf ebener Fläche steht, wird das Gewicht des Körpers normal auf allen Zehenballen verteilt.

Gangwerk: Leicht und federnd. Die Bewegung der Vorderläufe mit einer Drehung nach außen und die etwas enge Stellung der Hinterhand sind für die Rasse charakteristisch.

Haarkleid:

Haar: Dichtes und rauhes Deckhaar. Weiche Unterwolle. Das Haar ist kurz am Kopf und an den Vorderseiten der Läufe. Reichere Behaarung am Hals und an den Schenkelrückseiten. Dichte Behaarung der Rute, jedoch keine Fahne.

Farbe: Rotbraun bis fahlbraun mit mehr oder minder disseminierten schwarzen Haarspitzen, schwarz oder grau, alle mit weißen Abzeichen, oder weiß mit dunkeln Abzeichen. Erwachsenen Hunde weisen im Deckhaar üblicherweise mehr schwarze Haarspitzen auf als Junghunde.

Größe und Gewicht:

Widerristhöhe:
Rüden: 35-38 cm
Hündinnen 32-35 cm

Gewicht:
Rüden: ca. 7 kg
Hündinnen: ca. 6 kg

Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Ausschließender Fehler:
* Aggressivität.

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.